Medizinisch geprüft von Prof. Shimon Slavin, MD. Aktualisiert: August 2026
Die photodynamische Therapie (PDT) ist ein Verfahren zur Krebsbehandlung, bei dem eine lichtempfindliche Substanz und Licht einer bestimmten Wellenlänge eingesetzt werden, um bösartige Zellen zu schädigen.
Bei Biotherapy International kann die PDT in ein individuell abgestimmtes Krebsbehandlungsprotokoll integriert werden, am häufigsten in Kombination mit einer onkolytischen Virustherapie. Ziel dieses Ansatzes ist es, unterschiedliche Wirkmechanismen gegen den Tumor zu nutzen und günstigere Bedingungen für eine nachfolgende antitumorale Immunantwort zu schaffen.

Was ist eine photodynamische Therapie?
Die PDT umfasst zwei wesentliche Komponenten:
- Einen Photosensibilisator, also eine lichtempfindliche Substanz, welche dem Patienten verabreicht oder lokal angewendet wird.
- Eine kontrollierte Lichtquelle, welche den Photosensibilisator aktiviert.
Nach der Aktivierung des Sensibilisators durch das Licht entstehen reaktive Sauerstoffspezies, die Tumorzellen schädigen und zu deren Zerstörung führen können.
Die antitumorale Wirkung der PDT beruht nicht nur auf der direkten Schädigung bösartiger Zellen, sondern auch auf Prozessen, die eine nachfolgende Immunantwort gegen den Tumor unterstützen können.
Wie wirkt die photodynamische Therapie gegen Krebs?
Die PDT kann über mehrere sich ergänzende Mechanismen auf einen Tumor wirken.
Direkte Schädigung von Tumorzellen
Nach der Aktivierung des Photosensibilisators entstehen reaktive Sauerstoffspezies, die Zellstrukturen schädigen und zum Absterben von Krebszellen führen können.
Freisetzung von Tumorantigenen und Immunantwort
Wenn Tumorzellen geschädigt und zerstört werden, können tumorassoziierte Antigene freigesetzt werden und dadurch für das Immunsystem besser zugänglich werden.
Dieser Effekt ist besonders relevant, wenn die PDT zusammen mit einer Immuntherapie eingesetzt wird, da er dazu beitragen kann, dass Immunzellen den Tumor besser erkennen und eine antitumorale Immunantwort unterstützen.
Wirkung auf die Blutgefäße des Tumors
Die PDT kann auch abnorme Blutgefäße innerhalb des Tumors schädigen, dadurch möglicherweise seine Blutversorgung beeinträchtigen und einen zusätzlichen antitumoralen Effekt erzielen.
Warum wird PDT mit onkolytischen Viren kombiniert?
Bei Biotherapy International wird die PDT häufig in Kombination mit einer onkolytischen Virustherapie eingesetzt.
In unseren Protokollen verwenden wir zwei Arten onkolytischer Viren, die dafür bekannt sind, bevorzugt bösartige Zellen zu infizieren, während gesunde Zellen geschont werden, um sich in ihnen zu vermehren und die Zerstörung der Krebszellen zu verursachen.
Die PDT wirkt über einen anderen Mechanismus auf Tumorzellen, hauptsächlich durch oxidativen Zellschaden. Durch die Kombination dieser Ansätze kann der Tumor daher über unterschiedliche Mechanismen angegriffen werden:
- onkolytische Viren infizieren und zerstören bösartige Zellen
- die PDT sorgt für einen zusätzlichen Mechanismus der Tumorzellschädigung
- die Zerstörung von Tumorzellen fördert die Freisetzung tumorassoziierter Antigene
- Veränderungen im Tumormikromilieu können günstigere Bedingungen für eine nachfolgende Immunantwort schaffen
Die PDT wird daher als eine Methode betrachtet, welche die Wirkung der onkolytischen Virustherapie im Rahmen eines umfassenden Behandlungsprotokolls ergänzen kann.
Photodynamische Therapie und Immuntherapie
In unserer Behandlungsstrategie können die PDT und onkolytische Viren als Behandlungsphase vor einer anschließenden Immuntherapie eingesetzt werden.
Die Zerstörung eines Teils der Tumorzellen und die Freisetzung tumorassoziierter Antigene können dem Immunsystem helfen, verbleibende bösartige Zellen besser zu erkennen, und den Tumor möglicherweise empfänglicher für eine weitere immunologische Behandlung machen.
Im Anschluss können Immuncheckpoint-Inhibitoren oder eine Zytokin-vermittelte Immuntherapie (CMI) eingesetzt werden, um die antitumorale Immunantwort weiter zu verstärken.
Wie wird die photodynamische Therapie durchgeführt?
Die Durchführung der PDT hängt von der Lage des Tumors, dem verwendeten Photosensibilisator und der individuellen klinischen Situation ab.
Der Photosensibilisator kann intravenös verabreicht oder lokal angewendet werden. Nach seiner Verteilung erfolgt die Aktivierung durch Licht. Der Arzt legt die Behandlungsparameter individuell fest, darunter Wellenlänge, Intensität und Dauer der Lichtbestrahlung.
Auch die Art der Lichtzufuhr hängt von der Lage des Tumors ab. Bei oberflächlich gelegenen Tumoren kann das Licht direkt auf den betroffenen Bereich gerichtet werden. Bei bestimmten Tumoren im Körperinneren kann das Licht mithilfe einer optischen Faser oder eines endoskopischen Systems direkt an das Behandlungsgebiet gebracht werden.
Die konkrete Durchführung der PDT wird vom Arzt anhand der Tumorart und des gesamten Behandlungsprotokolls festgelegt.
Photodynamische Therapie bei Krebs in Deutschland
Biotherapy International kann die PDT in individuelle Krebsbehandlungsprotokolle integrieren, die in unserer Partnerklinik in Deutschland durchgeführt werden.
In unseren Programmen wird die PDT am häufigsten als Teil eines kombinierten Ansatzes zusammen mit einer onkolytischen Virustherapie und einer anschließenden Immuntherapie eingesetzt.
Das Behandlungsprotokoll wird individuell nach Auswertung der Diagnose, der bisherigen Behandlungen, des aktuellen Krankheitsstatus und der medizinischen Unterlagen des Patienten erstellt.
Die PDT in Kombination mit einer onkolytischen Virustherapie ist auch in unserer Partnerklinik in Kasachstan verfügbar.
Individuelle Behandlungsplanung
Es gibt kein einheitliches PDT-Protokoll, das für alle Krebspatienten universell geeignet ist.
Vor Beginn der Behandlung werden die medizinischen Unterlagen des Patienten geprüft und eine Online-Konsultation mit Prof. Shimon Slavin, Medical & Scientific Director von Biotherapy International, durchgeführt.
Auf Grundlage der Diagnose, der bisherigen Behandlungen und des aktuellen Krankheitsstatus entscheidet Prof. Slavin, ob PDT, onkolytische Viren und weitere immuntherapeutische Verfahren in ein individuelles Behandlungsprotokoll aufgenommen werden können.


